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Die Anthropologie versteht sich hier als Brückenfach zwischen Natur- und Geisteswissenschaften. Sie schließt auch die nächsten Verwandten der Menschen im Tierreich, die nicht-menschlichen Primaten, mit ein. Diese Einführung vermittelt die ganze fachliche Breite im Grundstudium. Basierend auf einem Vorschlag der „Gesellschaft für Anthropologie e.V.“

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Best Anthropology books

The Songlines

Bruce Chatwin-author of In Patagonia-ventures into the desolate land of Outback Australia to benefit the which means of the Aborginals' historic "Dreaming-tracks. " alongside those undying paths, among the fortune hunters and redneck Australians, racist policemen and mysterious Aboriginal holy males, he discovers a wondrous imaginative and prescient of man's position on the earth.

Rules and Meanings: The Anthropology of Everyday Knowledge (Penguin modern sociology readings)

First released in 1973, principles and Meanings is an anthology of works that shape a part of Mary Douglas' fight to plot an anthropological modernism conducive to her competition to seemingly modernizing traits in modern society. the gathering includes works through Wittgenstein, Schutz, Husserl, Hertz and different continentals.

The World Until Yesterday: What Can We Learn from Traditional Societies?

The bestselling writer of cave in and weapons, Germs and metal surveys the historical past of human societies to reply to the query: What do we examine from conventional societies which may make the realm a greater position for we all? so much folks take with no consideration the positive factors of our sleek society, from air shuttle and telecommunications to literacy and weight problems.

Inside Marketing: Practices, Ideologies, Devices

The intensification of selling actions lately has led the general public to develop into even more conscious of its function as shoppers. but, the elevated visibility of promoting fabrics and linked messages in lifestyle is against this with the usually little understood internal workings of the promoting career itself, regardless of the common acceptance of dealers as key brokers in shaping the face of world capitalism.

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Eine auf dem Hantavirus beruhende Lungenerkrankung (HPS = Hantavirus pulmonary syndrome), welche erst vor kurzer Zeit im Südwesten der united states registriert wurde. Durch weltweiten Handel und Fernreisen werden Infektionserkrankungen in Regionen transportiert, in welchen sie vorher unbekannt waren. Die Legionärskrankheit (Legionellose, hervorgerufen durch das Bakterium Legionella pneumophila) ist gerade in unserer heutigen technisierten Welt gefürchtet, da die Bakterien in warmem Wasser sehr intestine gedeihen und sich daher in der Warmwasserversorgung von Gebäuden und Schwimmbädern, aber auch in Luftbefeuchtern intestine vermehren können (Scott u. Duncan 2001). Ernährung Im Kontext der Umweltadaptation spielt die Ernährung eine zweifache Rolle: zum einen ist Nahrungsmangel für sich allein genommen ein unabhängiger Umweltstressor, zum anderen kann er andere Stressoren modifizieren (Infektionsrisiko, Schwere einer Erkrankung; Stinson 1992). Bereits auf einer recht frühen Stufe in der Stammesgeschichte (vgl. Kap. 2. 2) wurden Menschen omnivor, wobei sie sich weltweit als ausgesprochene Nahrungsgeneralisten und auch -opportunisten auszeichnen. In Abhängigkeit vom physiologischen prestige, der physischen Arbeitsbelastung und den Umweltgegebenheiten sind die individuellen und populationsspezifischen Bedürfnisse durchaus voneinander verschieden. Zu diesem Aspekt existiert eine Fülle von Literatur zur Ernährungslehre (z. B. Senser u. Scherz 1991, Biesalski u. Grimm 2001), auf die an dieser Stelle deshalb nicht näher eingegangen werden soll. Selbst an extremen Standorten wie zum Beispiel der pflanzenarmen Tundra oder in arktischen Regionen, denen eine Pflanzendecke fehlt, konnten sich Nahrungsspezialisierungen entwickeln, welche dennoch für eine adäquate Ernährung sorgten, wie zum Beispiel bei den bereits mehrfach erwähnten Inuit Nordalaskas (Moran 2000). Fehlernährungen bei den Inuit sind heute Folge der Einführung einer westlichen Ernährungsweise (Draper 1977). Die außerordentliche Flexibilität im menschlichen Ernährungsverhalten erlaubte somit auch die langfristige Besiedlung von Extremstandorten. Jede shape der Fehlernährung kann dagegen als Maß bzw. als Anzeichen dafür gelten, dass sich eine inhabitants nicht erfolgreich an ihren naturräumlichen Standort adaptiert hat, bzw. – angesichts der Fehlernährungen in den heutigen Überflussgesellschaften – psychosozialen Stressfaktoren ausgesetzt ist. Über die bei weitem längste Geschichte der Menschheit conflict jedoch nicht Überfluss, sondern Mangel ein potentielles challenge. Die heutigen zahlreichen Hungerkatastrophen sind Folge von Überbevölkerung (s. unten) bzw. anthropogener Umweltzerstörung (vgl. Kap. three. 2. 4). Bei Proteinmangel ist eine Anpassung an mäßige oder vorübergehende Mangelsituationen biologisch möglich, vor allem durch Sekretion von Serumproteinen (Albumin) in den Intestinaltrakt, wo diese verstoffwechselt werden.

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